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Normen verstehen

Um andere Menschen zu retten begeben sich Rettungssanitäter selbst in Gefahren. Für diese Aufgabe haben Sie ein hohes Maß an persönlichen Schutz verdient. Um dies zu gewährleisten gibt es in der Europäischen Union einheitlich gültige Sicherheitsstandards für Personenbezogene Schutzausrüstung. Diese Standards sind in der Norm DIN EN ISO 20345:2007 für Sicherheitsschuhe festgeschrieben. Damit Sie besser verstehen was hinter den genauen Anforderungen und Testverfahren dieser Norm steht, haben wir einige wichtigen Merkmale ausgewählt und durchleuchtet.
  • Durchtrittsicherheit
  • Fersendämpfung
  • Wasserdampfdurchlässigkeit
  • Wasserdichtigkeit
  • Zehenschutz
Ohne Konformitätsprüfung und Zertifikat dürfen Arbeitsschutzschuhe nicht auf dem europäischen Markt verkauft werden. Insgesamt werden bei der Zertifizierung bis zu 80 verschiedene Werte getestet, darunter auch die Reisskraft verschiedener Bauteile, die Rutschfestigkeit der Sohle, die Wasserdichtigkeit des Schuhes und viele mehr!
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Durchtrittsicherheit

Anforderung: Ein Gegenstand in Form eines Nagels darf beim Auftreten des Trägers nicht durch die Sohle bis zum Fuß vordringen können. Dabei muss die Sohle mit einer durchtrittsicheren Einlage versehen sein und einem Druck von 1100 Newton standhalten.

Dies entspricht: Ein Druck von 1100 Newton entspricht ungefähr dem Körpergewicht eines 110 Kg schweren Mannes. Unsere VÖLKL Stiefel erreichen 156 % der Norm und somit Durchtrittschutz der einem Körpergewicht von 172 Kg standhält.

Wie wird getestet? Der Schuh wird wie bei einem Schritt über einen ca. 4,5 mm breiten, abgestumpften Dorn gerollt. Dabei durchdringt der Dorn die Sohle und sollte den eingebauten Durchtrittschutz nicht durchdringen.

Völkl Tip: Leider sind Nägel in der Realität dünn, spitz und furchtbar rostig. Deswegen bauen wir in unseren Schutzstiefeln eine durchtrittsichere Zwischensohle aus Federstahl ein. Diese garantiert dem Träger einen dauerhaften Durchtrittschutz, auch wenn er mal etwas energischer in einen spitzen Gegenstand schreitet.

Fersendämpfung

Anforderung: Um den Komfort eines Schuhes beurteilen zu können, wird die Energieaufnahme im Fersenbereich gemessen. Je mehr Energie aufgenommen wird, um so stärker dämpft die Sohle des Schuhs. Die Norm fordert deswegen eine Mindestenergieaufnahme von 20 Joule.

Das entspricht: 20 Joule entsprechen der Energie, die ein 200 Kg schwerer Körper entwickelt wenn er aus 10 cm Höhe fällt. Unsere VÖLKL Stiefel übertreffen diesen vorgeschriebenen Wert um 145%.

Wie wird getestet? Es wird mit dem Fersenteil eines Leistens auf die Sohle im Schuh Druck ausgeübt. In einem Kraft-Weg-Diagramm wird dann aufgezeichnet, um wie viel Millimeter das Material
bei kontinuierlich steigendem Druck gestaucht werden kann. Wenn das Material bei einer Kraft von 20 Joule nicht mehr nachgibt, sind die Prüflinge durchgefallen.

VÖLKL Tip: Um eine optimale Energieaufnahme zu gewährleisten werden unsere Stiefel aus der VÖLKL Professional Serie grundsätzlich direktbesohlt. Dabei wird das äußerst leichte und dämpfende PU unter der gesamten Sohle verteilt, um somit eine starke Energieaufnahme zu gewährleisten.

Wasserdampfdurchlässigkeit

Anforderung: Damit es beim täglichen Tragen des Stiefels nicht zu nassen Füßen kommt, muss ein Sicherheitsstiefel nicht nur wasserfest sondern auch atmungsaktiv sein. Nach der Norm DIN EN ISO 20345:2012 muss das verwendete Leder 0,8 mg Wasserdampf pro cm² in der Stunde durchlassen.

Dies entspricht: Die Norm entspricht, umgerechnet auf ein Paar Schuhe und einem 8 stündigen Einsatz, einer Wasserdampfdurchlässigkeit eines guten Schnapsglases (25,6 ml). Unsere VÖLKL Sicherheitsstiefel erreichen 525% des geforderten Wertes. So kann ein VÖLKL Sicherheitsstiefel ein annähernd volles Saftglas (135 ml) an Flüssigkeit an die Umgebung abgeben. .

Wie wird getestet? Vereinfacht erklärt wird Leder über die Öffnung einer mit Trockenmittel gefüllten Flasche gespannt. Nach einer Stunde in einer von Wasserdampf umgebenen Atmosphäre ist durch das Leder eine bestimmte Menge Wasserdampf (Flüssigkeit) in das Trockenmittel übergegangen. Durch die Gewichtsdifferenz kann nun ermittelt werden, wie durchlässig dass Leder ist.

VÖLKL Tip: Deswegen verwenden wir bei VÖLKL für unsere Arbeitschutzstiefel nur Markenleder aus geprüften Gerbereien.

Wasserdichtigkeit

Anforderung: Widrige Wetterverhältnisse sind im Einsatz keine Seltenheit. Um sicherzustellen, dass die Schutzstiefel über einen längeren Zeitraum Nässe trotzen können verlangt die Norm, dass die verwendeten Leder mindestens 60 min. Wasserdurchtritt standhalten.

Das entspricht: Im Test schafften VÖLKL Stiefel 6 Stunden ohne feststellbaren Wasserdurchtritt. Dies enspricht 600% des erforderten Wertes.

Wie wird getestet? Die Innenseite einer Oberlederprobe wird mit leitfähigen Drähten ausgefüllt während die Aussenseite in elektrisch geladenem Wasser getaucht wird. Die Maschine simuliert Stauchbewegungen des Leders. Sobald Wasser durch das Leder durchtritt, stoppt die elektrische Ladung die Stoppuhr.

VÖLKL Tip: Deswegen verwenden wir nur hydrophobierte Markenleder. Auch wenn Leder von Natur aus und durch spezielle Gerbverfahren bereits sehr widerstandsfähig ist, sichern wir uns mit wasserabweisenden Nähfäden doppelt ab.

Zehenschutz

Anforderungen: Auf Arbeit kann durchaus mal ein schwerer Gegenstand auf die Füße fallen. Um die Zehen zu schützen schreibt die Norm vor, dass Zehenschutzkappen einer Energie von bis zu 200 Joule standhalten müssen.

Das enspricht: 200 Joule entsprechen einem 200 Kg schweren Objekt, das aus einem Meter Höhe auf die Zehen fällt. Alternativ ensprechen 200 Joule auch einem 2 Tonnen schweren Objekt, dass aus 10 cm Höhe auf die Füsse fällt.

Wie wird getestet? Ein Keil wird mit einer Energie von 200 J auf die Zehenschutzkappe gestoßen. Danach wird im Zehenbereich des Stiefels die Resthöhe geprüft. Diese muss bei der Schuhgrösse 43 noch mindestens 14,5 mm betragen.

VÖLKL Tip: Bei VÖLKL verwenden wir bis auf wenigen funktionsbedingten Ausnahmen nur Stahlkappen, um das höchste Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Im Extremfall kann bei kalten Temperaturen und Kräften über 200 Joules mit Stahlkappen ausgeschlossen werden, dass sich Splitter bilden, die schwerwiegende Verletzungen nach sich ziehen.
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