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Rettungswagen Liege
Burokratie verständlich

Normen verstehen

Wer sich für andere Menschen in Gefahren begibt, hat selber ein hohes Maß an persönlichen Schutz verdient. Um dies zu gewährleisten, hat die Europäische Union einheitlich gültige Sicherheitsstandards für personenbezogene Schutzausrüstungen festgelegt. Für Rettungsdienststiefel sind diese Standards in der Sicherheitsschuh Norm EN 20345 : 20012 festgeschrieben. Damit Sie besser verstehen, was hinter den genauen Anforderungen und Testverfahren dieser Norm steht, haben wir einige wichtige Merkmale herausgenommen und erläutert.
  • Durchtrittsicherheit
  • Fersendämpfung
  • Wasserdampfdurchlässigkeit
  • Wasserdichtigkeit
  • Zehenschutz
Bei Ausschreibungen wo Sicherheitsmerkmale gefordert werden, werden die Angebote ohne mitgelieferte Konformitätsprüfung von der Ausschreibung ausgeschlossen. Insgesamt können in einer Prüfung bis zu 80 verschiedene Werte getestet werden, darunter auch die Reißkraft, die Rutschfestigkeit, die Wasserdichtigkeit und viele mehr!...
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Durchtrittsicherheit

Anforderung: Ein Gegenstand in Form eines Nagels darf beim Auftreten des Trägers nicht durch die Sohle bis zum Fuß vordringen können. Dabei muss die Sohle mit einer durchtrittsicheren Einlage versehen sein und einem Druck von 1100 Newton standhalten.

Dies entspricht: Ein Druck von 1100 Newton entspricht ungefähr dem Körpergewicht eines 110 Kg schweren Mannes. Unsere VÖLKL Stiefel erreichen 110 % der Norm und somit Durchtrittschutz der einem Körpergewicht von 120 Kg standhält.

Wie wird getestet? Der Schuh wird wie bei einem Schritt über einen ca. 4,5 mm breiten, abgestumpften Dorn gerollt. Dabei durchdringt der Dorn die Sohle und sollte den eingebauten Durchtrittschutz nicht durchdringen.

VÖLKL Tip: Leider sind Nägel in der Realität dünn, spitz und furchtbar rostig. Deswegen bauen wir in unsere Feuerwehrstiefeln eine durchtrittsichere Zwischensohle aus Federstahl ein. Diese garantiert dem Träger einen dauerhaften Durchtrittschutz, auch wenn er mal etwas energischer in einen spitzen Gegenstand schreitet.

Fersendämpfung

Anforderung: Um den Komfort eines Schuhe beurteilen zu können, wird die Energieaufnahme im Fersenbereich gemessen. Je mehr Energie aufgenommen wird um so stärker dämpft sie Sohle des Schuhs. Die Norm fordert deswegen eine Mindestenergieaufnahme von 20 Joules.

Das entspricht: 20 Joule ensprechen einer Enegie die ein 200 Kg schwerer Körper entwickelt wenn er aus einem 10 cm fällt. Unsere VÖLKL Stiefel übertreffen diesen vorgeschriebenen Wert um 160 %.

Wie wir das getestet? Es wird mit einem Fersenteil eines Leistens auf die Sohle im Schuh Druck ausgeübt. In einem Kraft-Weg-Diagramm wird dann aufgezeichnet bei kontinuierlich steigendem Druck um wieviel milimeter das Material gestaucht werden kann. Wenn das Material bei einer Kraft von 20 Joule nicht mehr nachgibt, sind die Prüflinge durchgefallen.

Völkl Tip: Um eine optimalen Energieaufnahme zu gewährleisten werden unsere Völkl® Professional Stiefel grundsätzlich direktbesohlt. Dabei wird das äusserst leichte und dämpfende PU unter der gesammten Sohle verteilt um somit eine starke Energieaufnahme zu gewährleisten.

Wasserdampfdurchlässigkeit

Anforderung: Damit es beim täglichen Tragen des Stiefels nicht zu nassen Füßen kommt, muss ein Rettungsdienststiefel nicht nur wasserfest sondern auch atmungsaktiv sein. Nach der Sicherheitsstiefel l-Norm EN 20345 : 2012 muss das verwendete Leder 0,8 mg Wasserdampf pro cm² in der Stunde durchlassen.

Dies entspricht: Die Norm entspricht, umgerechnet auf ein Paar Schuhe und einem 8 stündigen Einsatz, einer Wasserdampfdurchlässigkeit eines guten Schnapsglases (25,6 ml). Unsere VÖLKL Rettungsdiensstiefel erreichen 525% des geforderten Wertes. So kann ein VÖLKL Rettungsdiensstiefel ein annähernd volles Saftglas (135 ml) an Flussisgkeit an die Umgebung abgeben.

Wie wird getestet? Vereinfacht erklärt wird Leder über die Öffnung einer mit Trockenmittel gefüllten Flasche gespannt. Nach einer Stunde in einer von Wasserdampf umgebenen Atmosphäre ist durch das Leder eine bestimmte Menge Wasserdampf (Flüssigkeit) in das Trockenmittel übergegangen. Durch die Gewichtsdifferenz kann nun ermittelt werden, wie durchlässig das Leder ist.

VÖLKL Tip: Deswegen verwenden wir für die Herstellung unserer Rettungsdienststiefel nur Markenleder aus geprüften Gerbereien. Zudem setzen wir die Feuchtigkeit aufnehmende Sympatex Membrane ein, um das Potenzial unserer Leder vollens auszuschöpfen.

Wasserdichtigkeit

Anforderung: Widrige Wetterverhältnisse sind im Einsatz keine Seltenheit. Um sicherzustellen, dass die Feuerwehrstiefel über einen längeren Zeitraum Nässe trotzen können verlangt die Norm, dass die verwendeten Leder mindestens 60 min. Wasserdurchtritt standhalten.

Das entspricht: Im Test schafften die in den VÖLKL Stiefeln verarbeiteten Leder 6 Stunden ohne feststellbaren Wasserdurchtritt. Dies enspricht 600% des erforderten Wertes.

Wie wird getestet? Die Innenseite einer Oberlederprobe wird mit leitfähigen Drähten ausgefüllt während die Aussenseite in elektrisch geladenem Wasser getaucht wird. Die Maschine simuliert Stauchbewegungen des Leders. Sobald Wasser durch das Leder durchtritt, stoppt die elektrische Ladung die Stoppuhr.

VÖLKL Tip: Deswegen verwenden wir nur hydrophobierte Markenleder. Auch wenn Leder von Natur aus und durch spezielle Gerbverfahren bereits sehr widerstandsfähig ist, sichern wir uns mit wasserabweisenden Nähfäden doppelt ab.

Zehenschutz

Anforderungen: Im Einsatz kann durchaus mal ein schwerer Gegenstand auf die Füße fallen. Um die Zehen zu schützen schreibt die Norm für Feuerwehrstiefel vor, dass Zehenschutzkappen einer Energie von bis zu 200 Joule standhalten müssen.

Das entspricht: 200 Joule entsprechen einem 200 Kg schweren Objekt, das aus einem Meter Höhe auf die Zehen fällt. Alternativ ensprechen 200 Joule auch einem 2 Tonnen schweren Objekt, das aus 10 cm Höhe auf die Füße fällt.

Wie wird getestet? Ein Keil wird mit einer Energie von 200 J auf die Zehenschutzkappe gestoßen. Danach wird im Zehenbereich des Stiefels die Resthöhe geprüft. Diese muss bei der Schuhgrösse 43 noch mindestens 14,5 mm betragen.

VÖLKL Tip: Bei VÖLKL verwenden wir bis auf wenigen, funktionsbedingten Ausnahmen Stahlkappen, um das höchste Maß an Sicherheit zu gewährleisten. Im Extremfall kann bei kalten Temperaturen und Kräften über 200 Joule mit Stahlkappen ausgeschlossen werden, dass sich Splitter bilden, die schwerwiegende Verletzungen nach sich zie
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